Die Berufsbildung zur Fachfrau / zum Fachmann Betreibung und Konkurs
Vorwort
Ausbildungsverantwortliche der Konferenz der Betreibungs- und Konkursbeamten der Schweiz
Beata Zielinski
Ich freue mich sehr, diese verantwortungsvolle Aufgabe als Co-Ausbildungsverantwortliche übernehmen zu dürfen. Seit über 17 Jahren bin ich mit grosser Motivation und viel Freude im Betreibungswesen tätig. Ich möchte mich für unseren Berufsstand einsetzen und die Zukunft dieses wichtigen Tätigkeitsfeldes aktiv mitgestalten. Wir tragen Verantwortung für Prozesse, die für Bürgerinnen und Bürger, Unternehmen und Institutionen von zentraler Bedeutung sind. Diese Verantwortung verdient Anerkennung, Professionalität und eine starke, moderne Ausbildungskultur. Ich freue mich darauf, mit Ihnen gemeinsam diesen Weg zu gehen – mit Respekt und Engagement unsere Schule und unseren Beruf weiter voranzubringen.
Manuel Vicari
Die Berufsbildung im Bereich Betreibung und Konkurs verbindet Recht, Wirtschaft, Praxis und den täglichen Umgang mit Menschen. Unsere Branche ist vielseitig, spannend und zugleich mit grosser Verantwortung verbunden. Gerade deshalb braucht es gut ausgebildete Fachpersonen mit hoher Fachkompetenz, Praxisnähe und einem professionellen Verständnis für die Herausforderungen des Berufsalltags.
Die Berufsbildung der Konferenz der Betreibungs- und Konkursbeamten der Schweiz leistet hierzu einen wichtigen Beitrag. Sie bietet eine praxisorientierte und qualitativ hochwertige Fachausbildung für Mitarbeitende von Betreibungs- und Konkursämtern sowie für externe Fachpersonen, welche mit dem Schuldbetreibungs- und Konkursrecht arbeiten – beispielsweise im Inkasso-, Treuhand- oder Finanzbereich.
Als Co-Ausbildungsverantwortlicher darf ich die Weiterentwicklung dieser Ausbildung aktiv mitgestalten. Mit über 25 Jahren Praxiserfahrung im Betreibungswesen sowie meinem langjährigen Engagement als Dozent ist es mir ein grosses Anliegen, den Berufsstand nachhaltig zu stärken und die nächste Generation von Fachkräften gezielt zu fördern. Dabei steht für mich insbesondere die Verbindung zwischen Theorie und Praxis im Mittelpunkt. Fachwissen soll nicht nur vermittelt, sondern auch verständlich, praxisnah und direkt anwendbar sein.
Ich freue mich, gemeinsam mit allen Beteiligten einen Beitrag zu einer modernen und zukunftsorientierten Berufsbildung im Bereich Betreibung und Konkurs leisten zu dürfen und Sie auf Ihrem Ausbildungsweg zu begleiten.
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Im Jahre 1925 wurde die Konferenz der Betreibungs- und Konkursbeamten der Schweiz gegründet. Ein Zweck der Konferenz ist laut Statuten die Förderung der beruflichen Ausbildung. Die Fachbildungskommission ist für die Weiterbildung zuständig und organisiert seit vielen Jahren regelmässig Fachtagungen in der Deutschschweiz wie auch in der Romandie. Seit 2013 wird das Ausbildungsangebot für das Betreibungs- und Konkurswesen durch Lehrgänge ergänzt, welche die berufliche Weiterbildung der Mitarbeitenden bis zur Vorbereitung auf die eidg. Berufsprüfung zum Ziel haben.
Ausbildungsmodell
Das Ausbildungsmodell teilt sich in drei Module auf, wobei jedes Modul in sich abgeschlossen ist und ein eigenes Ziel verfolgt. Die einzelnen Module bauen aufeinander auf, das Abschliessen der Module ist jedoch keine Bedingung für den Besuch der anderen Module.
Der Grundbildungs- und der Vertiefungslehrgang werden jeweils durch eine Prüfung abgeschlossen, welche vom Schweizerischen Verband Berufsprüfung Betreibung und Konkurs (SVBBK) durchgeführt wird. Am Ende des Ergänzungslehrganges sollen die Teilnehmer in der Lage sein, die eidgenössische Berufsprüfung zu absolvieren.
Das Bestehen der Prüfungen des Grundbildungs- resp. Vertiefungslehrganges ist nicht Voraussetzung für die Zulassung zu den eidgenössischen Prüfungen. Diese erfolgt gemäss den bestehenden Reglementen und Wegleitungen des SVBBK.
Allgemein
Die Lehrgänge basieren auf stufengerechten und den Bedürfnissen entsprechenden Ausbildungsinhalten. Der Bezug zur Praxis und die Anwendung haben Vorrang. Es wird grosser Wert auf die Eigenverantwortung der Lernenden gelegt und der Unterricht basiert sowohl auf dem Präsenzunterricht sowie auf dem selbständigen Lernen und Bearbeiten besonderer Aufgaben.
Für den Besuch der Kurse gibt es grundsätzlich keine Zulassungsbeschränkungen und eine Teilnahme ist auch ohne Prüfungsabsicht möglich. Allerdings müssen die Zahlungs- und Teilnahmebedingungen, insbesondere Ziff. 5 erfüllt sein. Wer den Kurs mit einer Anwesenheit von mindestens 80% besucht hat, erhält in diesem Falle eine Kursbestätigung.


